„Reden Sie doch mit ihr“, flehte Aniela.
„Madame“, begann Maurizi mit einer wahrhaft erbärmlichen Stimme,„er iſt nicht da, er iſt nach Hauſe gefahren, wenn Sie ſich ein wenig beeilen, kön⸗ nen Sie ihn noch einholen. Für Sie iſt das ein Scherz.“ Seine Zähne klapperten.„Sehen Sie doch,“ fuhr er fort, mich in den Arm kneipend,„den feuri⸗ gen Athem, den das ſchreckliche Weib von ſich gibt. Iſt das nicht merkwürdig?“
„Noch merkwürdiger iſt es“, ſagte der alte Herr mit einem behaglichen Gelächter,„daß das Geſpenſt eine Pfeife im Munde hat, und aus derſelben raucht.“
Er ging langſam zum Fenſter, öffnete es, und nun ſahen wir den ganzen Spuk mit heiterer Deutlich⸗ keit im Mondlicht daſtehen.
Aus dem Hofe tönte ein muthwilliges Gelächter.
Ein Schneemann mit einem großen Kopf und einem runden urdummen Geſicht ſtand mit dicken
Beinen in der Stellung eines Matroſen da. Der Kutſcher und der Bediente hatten ihn mit aller Kunſt die ihnen zu Gebote ſtand aufgerichtet und der Koſak hatte ihm ſeine kurze brennende Pfeife in das breite Maul geſteckt. Nun gab es ein lautes ausgelaſſenes Lachen im Zimmer und im Hofe, wo ſich die Spitz⸗ buben hinter einem Leiterwagen verſteckt hatten, der


