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geritten war, ſchloß er es wieder und ſperrte hinter mir zu. Der große Schlüſſel ſang weinerlich in dem roſtigen e Schloſſe.
„Nun, willſt Du mir alle Deine Schätze zeigen, Alterchen“, begann ich, nachdem ich abgeſtiegen war und er den Zügel meines Pferdes ergriffen hatte. „Es wird eine ſeltene Ehre für mich ſein“, gab er mit einer Stimme zurück, die wie eine verroſtete Thür knarrte,„und man nennt mich Jakub, wenn Sie nichts dawider haben, mein Herr Wohlthäter.“
Wahrend er mein Pferd in den Stall führte, hatte ich Zeit mich im Schloßhofe umzuſehen. Vor mir lag eine Art Palaſt mit bleifarbenem Dach, unter dem ein Drachenkopf bereit war, das Regenwaſſer in weitem Bogen auszuſpeien, einem Balkon, den nackte Türken auf ihren ſteinernen Schultern trugen und ei⸗ ner prächtigen Freitreppe. In einer tiefen Niſche, welche die Mauer bildete, waren der häßliche Kopf und die mit Ketten beladenen Hände eines Mongolen⸗ Fürſten in Stein gehauen zu ſehen. Der mit Stei⸗ nen gepflaſterte und mit einem leichten Schneeteppich bedeckte Hof hatte in der Mitte eine gemauerte Ciſterne, über die eine große Linde ihre breiten Aeſte ſtreckte, zwei Krähen, die auf denſelben ſaßen, ſtießen von Zeit zu Zeit ein gellendes Freudengeſchrei aus, als gälte


