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Die Aufrührer : Eine Erzählung aus den Zeiten des Bauernkriegs / von Fr. Rother
Entstehung
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ſcharfen Wendung des Weges auf, offenbar, um den Bauern denſelben zu verlegen. Hofer ritt zu Win⸗ zer, um ihm ſeinen Rath zu ertheilen; aber uͤber dieſen war ſchon„der Geiſt des Herrn“ gekommen, und ehe er ihn erreicht hatte, ſah er ihn ſchon mit gezogenem Schwert an der Spitze ſeines Haufens uner⸗ ſchrocken auf die Reiter loseilen, und hoͤrte ſeine Stim⸗ me ſchallen: Nieder mit den Kindern Edoms, die der Herr euren Haͤnden uͤberantwortet hat!“ Hofer ermun⸗ terte ſeine Leute zur Eile, und folgte ſeinem kriegeri⸗ ſchen Mithauptmann. Ehe er auf dem Kampfplatze ankam, ergriffen zu ſeiner großen Verwunderung die Reiter die Flucht, von den ſiegreichen Bauern verfolgt. Da er es fuͤr eine verſtellte Flucht hielt, um die Nach⸗ ſetzenden in ein deſto ſichereres Verderben zu locken, rief und gebot er Halt, aber umſonſt und nuch ohne Noth; denn die Reiter flogen pfeilſchnell davon, und zeigten ſich nicht wieder. Dieſen Sieg verdankten die Empo⸗ rer weder ihrer Tapferkeit, noch der Feigheit ihrer Feinde. Das Unerwartete und Seltſame hatte dieſes Wunder gewirkt. Der Graf hatte erſt an demſelben Morgen durch den Paſtor die Nachricht von dem Auf⸗ ſtand und Anzug der Bauern erhalten, und die Sache ſo gering behandelt, daß er ſeine Reiter abſchickte, mit dem Befehle, die Aufruͤhrer auseinander zu treiben, den Radelsfuͤhrer Hofer aber gebunden vor ihn zu bringen, damit er im tiefſten ſeiner Thuͤrme die Ver⸗ wegenheit buͤße, ſich zuerſt in ſeine Tochter zu verlie⸗ ben, und dann ſich fur ſeine wohlverdiente Verbannung