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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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43 weſenden, daß er ein Hemde anhatte; das uns unent⸗ behrliche Kleidungsſtück war den Kamtſchadalen erſt durch die Ruſſen bekannt geworden und bis jetzt noch immer ein großer und ſeltener Luxus.

Während Alle das Hemde aufrichtig bewunderten, wurde Feuer angemacht und ein großer Keſſel mit Waſſer aufge⸗ ſetzt; dieſer Keſſel war wieder der Gegenſtand lebhafter Be⸗ wunderung und ein Beweis von dem Reichthum des Wirthes. Metallgeräthe waren ſo theuer, daß man für einen Keſſel ſo viele der ſchönſten Zobelfelle gab, als hineingingen.

Ein Paar Männer halfen hierauf Kosko die Haut des Bären abziehn, das Fett und Fleiſch in Streifen ſchneiden und in den Keſſel legen. Indeß tanzten die Kinder und die jungen Leute, die Alten aber unterhielten ſich mit Redensarten; doch ſprang auch zuweilen von ihnen Einer auf und miſchte ſich unter die Reihe der Tanzenden, denn von dieſer Be⸗ luſtigung und vom Geſang waren Alle ſehr große Liebhaber.

Feodor, der ſich mit ganzer Seele der Fröhlichkeit hin⸗ gab, war der beſte Tänzer und führte einen in ſeiner Hei⸗ math gebräuchlichen Tanz an, der auf der ganzen Halbinſel ſehr beliebt war. Zehn Perſonen traten in einen Kreis und bewegten ſich nach dem Takt langſam in die Runde. Feodor ſagte einige Worte in kuriliſcher Sprache, die Jagd oder Fiſchfang betrafen, z. B.Stoß das Baidar ab, ſchieße, halt' nach dem Ufer! Die Andern verſtanden das zwar nicht, wiederholten es aber und zwar ſo, daß, wenn die eine Hälfte die ſiebente Silbe ausſprach, die Uebrigen eben das erſte Wort ſagten. So ging es fort, bis nach ungefähr einer Stunde Feodor eine andere Loſung gab, die eben ſo gern