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Das Hünengrab : historische Erzählung / von Otto Roquette
Entstehung
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S

Glänzenderen Geſchicken gingen Richard und Wolfhilt entgegen. Letztere betrauerte den Tod ihrer Mutter aufrichtig und mit vielen Thränen, obgleich ſie nie die ganze Schrecklichkeit dieſes Vorganges erfuhr, da Richard ihr am Vermäh⸗ lungsabend noch Grüße von derſelben und erſt nach einigen Wochen den plötzlichen Tod derſelben hinterbrachte. Dieſe Nachricht wurde durch Rag⸗ nachar nach Hohenſyburg gebracht. Richard hatte den Alten, der ſeit Gundofaras Hingang einſam ſtand, in ſeine Dienſte genommen und konnte auf ſeine Verſchwiegenheit in Betreff der Todes⸗ art ſeiner alten Gebieterin rechnen. Noch eine bekannte Geſtalt zog, und zwar gleich mit den Neuvermählten, nach Hohenſyburg, nämlich Frau Marketrud, an welche ſich Wolfhilt ſehr ange⸗ ſchloſſen hatte, und welche im Verlauf der Jahre eine überaus wichtige Perſon in den Frauen⸗ gemächern wurde. Mit Norbert konnte weder der Graf noch die Gräfin von Hohenſyburg in ein näheres Verhältniß kommen, was ſich einmal aus der Verſchiedenheit der Anſichten, hauptſäch⸗ lich aber aus der Entfernung der Wohnorte und