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Tage. Alle Leidenſchaften waren gewaltiger und ungebändigter, und Conflicte fanden ſelten eine andre Löſung, als durch das Schwerdt. Eine Geſtalt, wie die Heinrichs V. iſt ſchreckenerregend, und wenn der Leſer durch einige mildernde Züge von ihm, den er hier in keinem ſeiner großen politiſchen Kämpfe ſah, ein etwas vermenſchlichtes Bild erhalten hat, dem er einen gewiſſen Antheil nicht verſagen kann, ſo muß der Erzähler zu⸗ frieden ſein.
Zwei Jahre nach den hier erzählten Ereig⸗ niſſen ſtarb Heinrich V. eines plötzlichen Todes. Eine Krankheit, mit welcher er ſich ſchon länger getragen, die er aber durch die unglaublichſte Willenskraft verheimlicht und vor ſeinen Umge⸗ bungen verborgen hatte, warf ihn nieder und brach in einem Augenblicke ſeinen Körper. Er ſtarb von Wenigen betrauert, von Vielen gehaßt, um rühmlicheren und glänzenderen Fürſtengeſtalten in der Geſchichte Platz zu machen.
Um ein Jahr ging ihm der Biſchof von Paderborn voran, er war der Erſte, der aus dem Kreiſe, welchen wir kennen lernten, durch den


