Druckschrift 
Das Hünengrab : historische Erzählung / von Otto Roquette
Entstehung
Einzelbild herunterladen

denken, daß Du Deine Vermählung wirſt auf⸗ ſchieben wollen?“

„Nein, gnädiger Herr! Meine Braut ſoll für's Erſte nichts von dem ſchrecklichen Ereigniß erfahren. Iſt's noch Euer Wille, heut mein Brautführer zu ſein, ſo ſoll unſere Vermählung mit Gott vor ſich gehen. Später werde ich meiner Frau den Tod ihrer Mutter mittheilen.

„Gut, Richard! Ich habe die Feſtlichkeiten dieſer Gegend nun ſatt, und will froh ſein, wenn ich weg bin! Komm, laß uns zur Stadt zurück reiten, ich mag das Geplärr der Mönche nicht mehr hören, und dieſen Heiligen— laß die Pferde bringen!“

„Im Augenblick, gnädiger Herr! Geſtattet nur, daß ich noch einige Anordnungen zum Be⸗ gräbniß Gundofaras gebe!“

„Iſt das nicht Norberts Sache? Laß das! Sieh, da geht der Zug der Mönche eben zum Thurme!“

„Darf ich nicht noch zwei Worte mit Nor⸗ bert ſprechen?“