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Das Hünengrab : historische Erzählung / von Otto Roquette
Entstehung
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und zeigten eine überaus edle Bildung, aber um das dunkle Auge einen Zug von Wildheit, wel⸗ cher beim erſten Anblick Schrecken einzuflößen geeignet war. Nachdem ſie ihr Geſchäft voll⸗ bracht hatte, nahm ſie ihren Platz wieder ein, ſtützte den Ellenbogen auf das Knie, das Kinn in die Hand, und blickte ſchweigend vor ſich hin.“

„Die Raben fliegen durch die Nacht,“ ſagte die Alte;„es muß einen Kampf gegeben haben. Sie wittern die Beute auf dem Felde.— Wird Norbert kommen? Ich kann von keinem Kampfe mehr hören, ohne zu fragen: warum hat ihn Norbert nicht begonnen? Warum kam er noch nicht, uns und ſein Geſchlecht zu rächen?— Norbert! Norbert! Bald mußt du kommen, bald, denn es iſt Zeit! Noch einmal will ich die Zeichen fragen!“

Mit dieſen Worten wiederholte ſie ihren Rundgang um das Feuer und ihr Gemurmel, welches jetzt heftiger und wie eine Beſchwörung klang.

„Laßt es gut ſein, Mutter!“ ſagte Wolfhilt, indem ſie ihr Haupt erhob.„Wartet bis zum