gleich das vom Kriegsſturm durchwühlte Meer noch nicht völlig ebnen konnte. Schon aber zeigen ſich die Spuren eines neuen Aufſchwunges im Vaterlande. Die Aufregung des erſten Kreuzzuges geht wie ein gläubig phantaſtiſches Meteor durch das Jahrhundert. Das Städteweſen entwickelt ſich, während der Adel ſich in rohen Fehden um⸗ hertreibt, aus ſich ſelber zu einer herrlichen Blüthe heraus, und mancherlei geiſtige Anzeichen ſagen uns, daß wir an der Schwelle einer größern, ruhmvollern Zeit ſtehen, daß wir der Geburt des herrlichen Zeitalters der Hohenſtaufen ent⸗ gegenſehen.— An einem trüben Septemberabende des Jah⸗ res 1123 kamen zwei Reiter aus den Gebirgs⸗ ſchluchten hervor, welche zwiſchen dem Teutoburger Walde und dem G Eggegebirge liegen, ungefähr in der Gegend, wo heut der Flecken Driburg, mit den Reſten des ehemaligen Schloſſes Iburg über ſich, liegt. Die Männer hatten dem Abte des Kloſters Corvey einen Beſuch gemacht, einen Beſuch, deſſen Zweck der Verfolg unſter Erzählung lehren wird. Da beide mit der Gegend un⸗
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