Teil eines Werkes 
Erster Theil (1822)
Entstehung
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ne, welche dieſes Thal vergoldete und belebte, warf nur gluͤhende Strahlen, die tauſendfaͤltig von den Felſen zuruͤckprallten, auf das arme Kloſter. Die Luft glich einem Feuermeere und verſtattete kaum Athem zu ſchoͤpfen. Im Winter hingegen, laſſen kalte, ſtuͤrmiſche Winde ihre ganze Wuth an den frommen 6 Floſterfrauen aus, die nur den Glauben und das Gebet zum Schutz gegen die unbeſtaͤndi⸗ gen Jahreszeiten haben.

Endlich oͤffnete ſich eine kleine Pforte, und eine ſchwache, furchtſame Stimme rief zitternd meinen Namen. Ich naͤherte mich vol⸗ ler Furcht und Hoffnung.

Eine Frauensperſon, in ein ziegenhaar⸗ nes, langes Gewand gekleidet, den Kopf in eine Art von Schleier vom naͤmlichen Zeug gehuͤllt, und die rauhen Steine baarfuß betre⸗ tend, begruͤßte mich zaghaft und fragte: ob ich der von Almaiden, der Tochter des Sen⸗ nors Don Narcis, erwartete Bruder ſey? Ich ſchämte mich die Unwahrheit zu ſagen, und befuͤrchtete doch, durch das Geſtaͤndniß der Wahrheit Anſtoß zu geben, und den Zorn der heiligen Schweſter zu erregen. Meine Ant⸗