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uͤberfallen, und ich muͤßte glauben, du hätteſt meine Liebe nie verdient. Jetztuͤberlaſſe ich dich deinen eigenen Betrachtungen. Mein Herz ſeufzt uͤber die Schmerzen des deinigen; aber ſie werden voruͤbergehend ſeyn;— die
meinigen ſind unheilbar!“
Die Stimme meines Vormundes war gaͤnzlich veraͤndert. Er entfernte ſich ſchnell.
Das grauſame Urtheil welches er ſprach, uͤberraſchte mich keinesweges. Mein Herz war durchbohrt,— aber ich hatte es erwartet, und mich ſchon mehrere Tage darauf vorberei⸗ tet, da ich die Nothwendigkeit und Gerechtig⸗ keit dieſes Ausſpruchs einſah. Hatte ich mich nicht bereits ſelbſt ſtrenge genug verurtheilt? Was konnte alſo nunmehr meine Leiden ver⸗ mehren? Ich hatte damit geendet, den Mann anzuhoͤren, der, von jetzt an, mir nichts an— ders war, als ein gewoͤhnlicher, vielleicht allzu⸗ geſchaͤftiger Beſchuͤtzer. Ich horchte mit jener Gleichguͤltigkeit auf ſeine Reden, die aus einer volligen Apathie entſpringt. Aber Don Nar⸗ cis hatte mir keine eigentlichen Gruͤnde ange⸗
geben; er beſchraͤnkte ſich blos darauf, von Don Mannel. Erſter Theil. 8


