Zu gleicher Zeit hoffe ich, einige Familien⸗ anordnungen zu beendigen, die mich in den Stand ſetzen werden, Almaiden ehren⸗ voll zu verheirathen. Ich glaube, Du wirſt nicht aufhoͤren⸗ den lebhafteſten An⸗ cheil an dem Gluͤck derjenigen zu nehmen, die Du ſo lange Zeit als Deine Schwe⸗ ſter liebteſt.“ „Gott erhalte Dich noch Jahre!“
Nur das Ende dieſes Schreibens fiel mir ſchwer aufs Herz. Hatte auch, bis zu die⸗ ſem Tage, ein ehrgeiziger Gedanke mich be⸗ ſchaͤftiget, hatte ich mich gleich zuweilen allzu glaͤnzenden und chimaͤriſchen Hoffnungen uͤber⸗ laſſen, ſo fiel es mir doch nie im Traume ein, daß man mir Mittel bieten wuͤrde, dieſe zu verwirklichen. Die Seele vermag beinahe alle Zufaͤlle des Lebens zu berechnen. Nur die Liebe verſchmaͤht dieſe Berechnungen; ſie ſtoͤßt alle die zuruͤck, deren Gegenſtand ſie nicht iſt: — ſie zeigt ſich— und Alles verſchwindet vor ihrer ploͤtzlichen Begeiſterung.„Wer koͤnnte ſich unterfangen, Almaiden heirathen zu wol⸗ len?“ rief ich mit Ungeſtuͤm aus.„Wer iſt


