Teil eines Werkes 
Erster Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

XI bejammernswuͤrdige Gegenſtand derſelben ſo⸗ fort in ein geſuͤnderes Gemach gebracht. Ich flehte die Menſchlichkeit des Oberbefehlshabers nicht vergeblich an, denn dieſer wurde es fuͤr die höchſte Grauſamkeit gehalten haben, den Ungluͤcklichen blos darum ans Licht bringen zu laſſen, um ihn auf den Richtplatz zu fuh⸗ ren. Er erhielt volle Begnadigung.

Mehrere Tage verſtrichen, ehe ſeine Schwaͤche es erlaubte, ihm Kunde von der guͤnſtigen Wendung ſeines Schickſals zu ge⸗ ben. Ich beſuchte ihn öfters. Ich bewun⸗ derte die edlen Verhältniſſe ſeiner Geſichts⸗ zuͤge. Seine ſchwarzen, von langem Leiden tiefliegenden Augen, waren noch voll Feuer. Mit dem Ausdruck der tiefſten Melancholie richtete er ſeine Blicke zum Himmel empor, der, wie es ſchien, ihn bald in ſeinen Schvos aufnehmen wuͤrde, und wo er die wieder zu finden hoffen durfte, die er auf dieſer Erde liebte. Rie ergriff mich eine innigere Ruͤh⸗