Teil eines Werkes 
2. Theil (1841)
Entstehung
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Planes geſonnen haben, bis er ihm gegluͤckt. Gerade vor einem Mondeslauf erſchien ein Ritter, der mir einen Brief von meinem alten Freund und Fehdekumpan, den Ritter von Eichhorſt, brachte, der Jahre lang ſo ſtill als friedlich ſeine etwa vier Meilen von hier belegne Burg bewohnt, die er, un⸗ beweibt und kinderlos, ſeiner Schweſter Sohn vererben wollte. In dieſem Briefe meldete er mir: es ſey wie ein Dieb in der Nacht der Ritter Hugo von Wolfsthal mit einer Schaar Knappen und Knechte in ſeine Burg gedrungen, habe ihn daraus vertrieben und hauſe darin, wie in ſeinem Eigenthume. Um ihn zu ſeinem Beſitz wieder zu verhel⸗ fen, bat er mich um meine geſammte Man⸗ nen. Keine Bubenthat ahnend, ſetzte ich mich ſelbſt an die Spitze der Meinen, und noch am Abend zogen wir fort, um den folgenden Tag zeitig dort zu ſeyn. In mei⸗ nem Schloſſe ließ ich nur wenige meiner Leute. Kaum ſind wi ein paar Stunden