erſchlafft die Glieder des Menſchen, aber
reizt zugleich ſein Gefuͤhl. Lucie erfuhr das⸗ Schwermuͤthigem Sehnen hingegeben, trat ſie in die Laube, und ſtand— vor dem Vetter. Er hatte ein Buch vor ſich liegen 3
aber er mußte ſeine Phantaſieen noch lieber
haben, als ſeinen Autor. Das g war nicht aufgeſchlagen. Lncie trat erſchrocken nuie,„und v wite voruͤbergehen: der Vetter ſtand aber ſchon neben ihr, und fuͤhrte ſie zum Sitz in der Laube, indem er ſie kaum mit den Finger⸗ ſpitzen zu beruͤhren wagte. Sie haben hier ruhen wollen, ſagte er: ich darf Sie nicht ſtoren. Lucie ſetzte ſich nicht. Er ſchien gehen zu wollen, zoͤgerte aber. Lucie ſagte ſchuͤch⸗ tern und unbedachtſam: Ich habe vielmehr Ihre Ruhe unterbrochen. Er ſahe ſie ſchwei⸗ gend an mit einem Blicke, der deutlich zeigte,


