derfahren zu laſſen. Aber eben das machte ſie noch aͤngſtlicher. Was haͤtte ſie in dieſer Stunde nicht drum gegeben, waͤre des Ba⸗ rons Brief ſchaal und abgeſchmackt geweſen! Sie lehnte das ſinnende Köpfchen an den Fenſterſtock, und ſahe lange hinaus in die ſtille, vom Mondlicht daͤmmernde Nacht. Im ganzen Dorfe war kein Leben und kein Licht mehr zu entdecken: nur ein Eckfenſter des Pfarrhauſes war noch matt erleuchtet. Lucie konnte es ſich nicht verſagen: ſie ver⸗ barg ſich möglichſt hinter den Vorhang, legte das Fernrohr an, und ſah hinuͤber. Da ent⸗ deckte ſie, wie dort auch Eins ſtand, und, gleich ihr ſelbſt, dem Monde viel zu klagen zu haben ſchien. Alles ruhet, ſagte Lucie, denn alles iſt gluͤcklich, bis auf zwey, die doch nichts dafuͤr können, daß ſie es nicht ſind und nicht Ruhe finden.— Da ſtieg
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


