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ihm ſtürmiſcher, hat die Unglückliche eine letzte Bitte an mich. Und koſtete es mein Leben, ich will ſie gewähren.
Er ſchloß ſich in ſein Zimmer ein, den Brief zu leſen. Stunden vergingen, der Tag ging vorüber, und er öffnete nicht; die Nacht kam heran, die Die⸗ ner, Dunning, der Wirth klopften vergebens.„Ich will allein ſein!“ rief eine dumpfe Stimme heraus. „Ich brauche nichts; geht!“
Endlich, am folgenden Morgen, öffnete ſich die Thür. Aber ein anderer Mann trat heraus. Ver⸗ zweiflung ſaß auf dem leichenblaſſen Geſicht. Die dunkeln Augen glühten geſpenſterhaft aus tiefen Höhlen heraus.„Wie ſiehſt du aus!“ rief Dunning entſetzt. „Trag' ich das Kainszeichen auf der Stirn?“ erwi⸗ derte er in düſterer Gelaſſenheit.
Er trug einen Brief in der Hand. Er hatte während der Nacht an Virginien geſchrieben. In veränderter Geſtalt ſtand ſie plötzlich vor ihm. Es graute ihm vor dem Ziel ſeines heißeſten langjährigen Lebenswunſches, es graute ihm vor ihrer Liebe. Er hatte ihr Alles enthüllt, hatte ihr und nur ihr allein entdeckt, daß ſie ihn zum Brudermörder gemacht. Er hatte ihr geſchrieben, wie ihm jetzt klar ſei, daß Hu⸗ bert nie ſie geliebt, daß er ſich zu ihr gezogen gefühlt
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