rigen Kriege— oder“— als ein leiſes Lächeln um Klotildens Mund zuckte—„war es im ſiebenjährigen, Miß Oſten? Sie ſehen, ich bin nicht gar zu feſt in der Geſchichte; beſonders in der neuern. In der alten Geſchichte, hauptſächlich in der römiſchen, hab' ich in der Schule immer für einen Kenner gegolten.“
„Hieß der Mann nicht Becker, Papa?“ fragte Virginia, indem ſie ihre Serviette aufhob, die ihr vom Schooſe geglitten.„Mich dünkt, ich habe einmal von einem Abolitioniſtenprediger Becker gehört.“
„Ja, ja, ſo ähnlich; nicht Becker, Beckhof, Berg⸗ hof oder ſo ähnlich. Aber wir wollen den ſfaubern Patron ſchon fangen. Bis jetzt hat er nichts Eigent⸗ liches gethan, was ungeſetzlich wäre, daß man ihn hätte feſtnehmen können, aber er iſt auf gutem Wege.“
„Mr. Caſtleton“, ſagte Klotilde gelaſſen,„wenn mein Landsmann nichts wider das Geſetz gethan, wenn er ſeine deutſchen Brüder blos auffodert, ihre Sklaven frei zu geben, nicht die Sklaven, ſich ge⸗ waltſam loszureißen— wofür wünſchen Sie ihn zu ſtrafen?“
„Wofür, Miß Oſten? Für ſeine mörderiſchen Abſichten. Erlauben Sie mir die Frage“, fuhr er fort, indem er ſich im Sprechen merklich erbitterte, 18*


