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Vorwort zur erſten Auflage.
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Wen man ſchon von jedem einzelnen Reiſenden verlangt, daß er ſich legitimire, ſo wird man dieſe Fordrung um ſo mehr an eine ganze wandernde Geſellſchaft ſtellen. Dies bedenkend, habe ich auch nicht unterlaſſen, den Dichterkindern, welche ich in die Welt ſende, eine Legitimation vorauszuſchicken, damit ſie fremden Orts nicht verkannt werden und man ihnen innerhalb der Grenzen unſeres deutſchen Vater⸗ landes die gehörige Achtung und den nöthigen Schutz nicht verſage. Empfehlungsbriefe will ich denſelben keine mitgeben, weil ja doch die meiſten ſchon ziemlich bekannt ſind, wenn man ſie auch in dieſer Ge⸗ ſellſchaft noch nicht geſehen hat. Den vielen Fragen über den Zweck ihrer gemeinſchaftlichen Reiſe, mit welchen ſie leicht beſtürmt werden könnten, zu begegnen, will ich die Antwort ſchon vor den Fragen geben.
Der erſte Blick auf die bunte Schar zeigt, daß Klein und Groß, Jung und Alt, mit heiterer und ernſter Miene in Milde und Stärke ſich hier zuſammen findet, und um freundliche Aufnahme bei der lebens⸗ frohen, aber doch gemüthvollen, deutſchen Jugend anſpricht. Dieſe Aufnahme wird der jungen Geſellſchaft um ſo eher zu Theil werden, als darunter Kinder aus guter Familie, ja ſogar von hohem Dichter⸗ adel ſind, die ſich bereits die Liebe eines tüchtigen, edeln und gaſt⸗ freundlichen Publikums in hohem Maße erworben haben. Die We⸗ nigen von ihnen, welche nicht mit declamatoriſchem Pathos beim Actus auf dem Katheder der Gymnaſien ꝛc. auftreten können, ſind aber ge⸗ wiß ſo herzenswarme, poetiſche Geſchöpfchen, daß man ſie mit ihren größeren Genoſſen nicht anders als liebevoll bewillkommnen kann und ihnen gerne einen friedlichen Aufenthalt gönnt.


