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Ruhr genannt wurde, die er ſich durch ſeine Aus⸗ ſchweifungen zugezogen haben ſollte.
Der Schmerz des Volkes und die Troſtloſigkeit der Dienerſchaft des Prinzen nahmen einen ſo lauten Ausbruch, daß die leidenſchaftlichſten Ge⸗ ſchichtſchreiber dies nicht zu laͤugnen gewagt haben. Der Graf von Lerma, dem der Koͤnig die Auf⸗ ſicht uͤber den Prinzen waͤhrend ſeiner Gefangen⸗ ſchaft anvertraut hatte, war ſo warmer Freund deſſelben geworden, daß er vor den Augen des ganzen Hofes ſeinen Schmerz unverhohlen zeigte. Der Konig, der in einer Trauer der Art nur Bor⸗ wuͤrfe ſah, ergriff ein Mittel, das er fuͤr das ſicherſte hielt, ſie zu dämpfen. Er belohnte die Dienerſchaft von Don Karlos auf das reichlichſte, er gab dem Grafen von Lerma die Kommanderie von Calatrava und machte ihn zu ſeinem Kam⸗ merherrn. Man ſah wohl ein, daß der Zweck
dieſer Freigebigkeit eigentlich nicht die Belohnung
der dem Prinzen erwieſenen Anhänglichkeit war,
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