— 140— Wundarzte ſeinen Arm, es fließen zu laſſen. Don Karlos in Verzweiflung daruͤber, ſich einer Demü⸗ thigung ohne Erfolg unterworfen zu haben, erhob ſich trotzig bei dieſen Worten, und fragte die Wache, ob das Bad bereit ſey, in dem er ſterben müſſe2 Der Koͤnig, ſeh es nun, um laͤnger ſein Auge an dem beweinenswuͤrdigen Schauſpiele zu weiden, oder weil er wirklich ergriffen war, und nachzugeben ſuchte, fragte ihn, ob er ihm nichts als dies zu ſagen habe? Der Prinz, der gerne um den Preis von tauſend Leben das Geſchehene wieder erkauft hätte, und der wohl ſah, daß hier nichts mehr zu ſchonen ſey, weder fuͤr ihn, noch fuͤr die Koͤnigin, konnte ſich nicht enthalten, zum letztenmale in ſeinem Leben mit ſeinem ganzen natuͤrlichen Stolze zu reden.„Wenn Yerſonen,“ ſagte er,„fuͤr die meine Gefaͤlligkeit nur mit mei⸗ „nem Leben enden darf, mich nicht veranlaßt „haͤtten, Sie zu ſehen, ſo wuͤrde ich die Feigheit nicht gehabt haben, Sie um Gnade zu bitten,
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Don Karlos / Saint-Réal. Aus den Werken des Abbe St. Real gezogen und übers. von S. L. Schmidt
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