zilternd blickte ſie zu ihm auf, bis ſich endlich ihre Augen, muͤde des Zwanges, doch zuletzt be⸗ gegneten, und hernach die Kraft verloren, ſie von ſich abzuwenden. Durch dieſe treuen Dolmetſcher ſagte Dom Karlos der Koͤnigin alles, was er ihr zu ſagen hatte, ſein trauriger, leidenſchaftlicher Blick bereitete ſie auf die Hartnaͤckigkeit und die Groͤße ſeiner Leidenſchaft vor. Das Herz des Prinzen, von der Laſt ſeines Geheimniſſes und ſeinem Schmerze niedergedruͤckt, konnte ſich den Troſt nicht verſagen, der fuͤr ihn in der Beſtür⸗ zung der Koͤnigin lag, die aus allen ihren Mie⸗ nen ſprach und ihm deutlich ſagte, daß er ver⸗ ſtanden werde; die Freude daruͤber ließ ihn auf einige Augenblicke das Gläck ſeines Vaters und ſein finſteres Geſchick vergeſſen, ſo wie ſie ſeinem Geiſte eine Ruhe gab, die er ſich nicht zutraute, bei dem erſten Zuſammentreffen des Koͤnigs und der Koͤnigin behaupten zu koͤnnen. Die Königin
aber war waͤhrend des Weges in Traͤumereien


