„ unter Andern von dem jungen Prinzen von Par⸗ ma, Alexander von Farneſe, ſeinem Reffen, und von Rui Gomez de Silva, Prinzen von Eboli, Dom Karlos Hofmeiſter und Guͤnſtling des Koͤ⸗ nigs, begleitet. Die erſte Rachricht von der An⸗ naͤherung des Prinzen ergriff die Konigin ſo hef⸗ tig, daß ſie ihren Damen ohnmaͤchtig in die Arme ſank und ſich erſt wieder erholte, als Karlos be⸗ reits im Begriff war, ſie zu empfangen. Nach den erſten Hoͤflichkeitsbezeigungen betrachtete man ſich wechſelſeitig ohne zu reden, und da auch das uͤbrige Perſonale ein ehrerbietiges Schweigen be⸗ obachtete, ſo trat tine bei Gelegenheiten der Art wirklich auffallende Pauſe ein.
Dom Karlos war zwar nicht regelmaͤßig ſchon, allein er hatte einen herrlichen Teint, Augen voll Feuer und Geiſt und aͤußerſt einnehmende Ge⸗ ſichtszuͤge. Anfangs war er von der Schoͤnheit der Koͤnigin gleichſam geblendet; aber der Gedanke
an das, was er in ihr verlor, wandelte bald


