der Heirathsborſchlag eine freudige Aufnahme von beiden Seiten fand, ſo faßte Eliſabeth gleich an⸗ fangs einen hohen Grad von Achtung für den Gatten, den man ihr beſtimmt hatte; ihr jugend⸗ liches Herz, dem ſich hier ein Gegenſtand darbot, zu dem es ſich hinneigen konnte, fand hierin im Stillen eine angenehme Unterhaltung, und ſo ver⸗ lor ſie ſich unmerklich in eine Reigung, deren Ueberwindung ihrer Tugend in der Folge ſchwie⸗ riger wurde, als ſie damals wohl glaubte.
Dom Karlos ſah ſeiner Zukunft mit nicht we⸗ niger Freude entgegen; alles vereinigte ſich, ihm die hochſte Idee von der Liebenswurdigkeit ſeiner koniglichen Verlobten zu geben, und ſo öberließ er ſich mit jugendlichem Frohſinn ſeinen Gefuͤh⸗ len. Das Bildniß der Prinzeſſin, das, wie man ihn verſicherte und er gerne glaubte, ihr taͤuſchend aͤhnlich war, vollendete, was der Ruf von ihrer Schoͤnheit in ihm geweckt hatte. Im Anſchauen dieſes Gemaͤldes verloren, durchkreuzten ſeine Seele


