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ſind. Ich bin das als neue Gutsherrin den guten Menſchen ſchuldig, welche mich ſo gern feſtlich empfangen wollten!“ „Ganz ſo würde die ſelige Frau Baronin von Stern⸗ berg geſprochen haben Sie ſitzen eben jetzt auf ihrem Lieblingsplatz, wo ſie wohl tauſendmal ausgeruht hat; auch liebte ſie die Roſen ſo, und beſonders die wilden. Die vielen Hecken voll wilder Roſen in der ganzen Um⸗ gegend, ſogar im Walde und auch dieſe hier am Brun⸗ nen hat ſie alle pflanzen laſſen.“ Wilde Roſen, das Bild, der Traum!“ ſtieß Her⸗. mine haſtig heraus und ſprang auf; ſich mit der Hand über die Stirn fahrend fuhr ſie fort:„Ja, ja, jetzt weiß ich, woher ich alle Zimmer kannte, warum dieſer Schloß⸗ hof mir gleich ſo vertraut vorkam, mein Gedächtniß iſt wieder da. Gehen Sie, lieber Inſpector, holen Sie ein Grabſcheit und kommen ſie gleich wieder!“
Der Inſpector ſtand wie verſteinert da und ſah Her⸗ mine ganz verdutzt an; er begriff ihre heftige, ungewöhn⸗ 1 liche Aufregung nicht, noch verſtund er den Sinn ihrer ſchnellen Rede.
So gehen Sie doch, Herr Inſpector“ rief Hermine ungeduldig,„und holen Sie ein Grabſcheit! Kein Knecht darf das thun, nur Sie, der treue Diener und Freund der
Sternbergs.“ Der Inſpector verſtund ſeine Herrin noch immer
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