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Allein, Pater Cyrillo, Ihr werdet Eure Hei⸗ math dort nicht finden; doch ich verzeihe Euch, denn Gott hat alles zum Guten gelenkt. Vin⸗ cenzo ſoll einmal mir Seelenmeſſen leſen, denn ſeine Heiligkeit hat ihm die geiſtliche Weihe ver⸗ goͤnnt.“— Als nun Don Ricciardo's Namenstag heran⸗ kam, wollte er endlich die hoͤchſten Gipfel des Felſens beſteigen. Vergebens riethen ihm ſeine Kinder davon ab; denn dieſer frohe Wechſel, ſei⸗ ne vielen Plane und Arbeiten und endlich ſeine lebhafte Sehnſucht nach der vorausgegangenen Gemahlin hatten ſeine Kraͤfte ſehr geſchwaͤcht; allein er war unerſchuͤtterlich. Er wollte den Ort betreten, von welchem Anna ihn gerufen hatte; er wollte daſelbſt Gott ſo anflehen, wie ſie in
den vier verſtrichenen Jahren es dort gethan hat⸗ 3
te. Seine Kinder, Kindeskinder und Vincenzo folgten ihm da hinauf. Als er auf dem hoͤchſten Gipfel ſtand, konnte er ſich an ſeinem herrlichen Eigenthum nicht ſatt ſehen. Mit froher Erge⸗ bung wurde er inne, daß ſeine vorherige freuden⸗
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