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Reichs und in der ſittigen Wuͤrde des Mannes uͤbt ſio imtmer eine faſt goͤttliche Gewalt aus, und ich darf es laut ſagen, die ee— ſt ch Lempel⸗ Unter den meiſtens ſchoͤnen und vor allem kerngeſunden Zoͤglingen zelchneten ſich einſt zwei hochanſgeſchoſſene Juͤnglinge aus. Beide ſchoͤn, tulenwoll, muthig und fleißig,— woder von Geburt noch von Rrichthum iſt innerhalb die⸗ ſer Manern die Rede,— gleich in der Gunſt ihres Cheſs und in dem Wohlwollen ihrer Ge⸗ fährten, ſtanden ſie ſich, wenn auch nicht feindlich, ſo doch freimd, faſt kalt einander ge⸗ genuͤber, obglrich weder Mishelligkeiten zwiſchen ihnen ſtatt gefunden hatten, noch der eine ſich eigentlich deutlich bewußt war, was er an dem andern auszuſetzen faͤnde. Wie ſtreng auf die ſittliche Bildung der Cadetten auch gehalten wurde, war es doch unmoͤhlich in dieſem, ſo wie in jedem heſrlligen Verein, ganz vorzubeu⸗ gen, daß nicht Neid und Selbſtſucht einen ge⸗ heimen Spielraum dieſe beiden Un⸗


