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Aneis ſich unwohl befunden. Sie hatte eine
ſehr unruhige Nacht; die Mutter, die noch mehr als vorher ihre ganze Liebe in ſie zu⸗ ſammendrängte, war aufgeblieben. Es war in der Mitte des Oetobers; die Luft war noch mild; gegen ſechs Uhr des Morgens war das Kind endlich ruhig eingeſchlummert; Madame de Loſtanges öffnete ein Fenſter, um friſche Luft einzulaſſen. 3 Sie hatte einige Augenblicke vor dem Fen⸗ ſter geſtanden, und dachte ſchon daran, ſich nie⸗ derlegen zu wollen, um ein Paar Stunden aus⸗ zuruhen, als ſie vernahm, daß die äußere Thür des Flügels, den Herr und Madame de Lehon bewohnten, ganz leiſe geöffnet wurde. Die Vorſicht, womit dies geſchah, erregte ein unbe⸗ ſtimmtes, ſchmerzliches Vorgefühl in Mariens Buſen, das ſie feſt an die Stelle feſſelte, wo ſie ſtand. Eine Jalouſie, beſtimmt, die Tageshelle von dem Bette der Kleinen abzuhalten, wel⸗ che die Madame de Loſtanges nicht in die


