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Die Wüste in Paris : Novelle / Nach d. Franz. d. Damen Marie d'Heures u. Renée Roger frei bearb. von L. Kruse
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erregen können, daß die Sache ihm angele⸗ gen war.

Aber als er dies Blatt noch einmal durch⸗ las, glaubte er, Emma vor ſich zu ſehen; er rief ſich die Zeit ins Gedächtniß zurück, da

ſeine Phantaſie ihn überredet hatte, daß ſein Lebensglück davon abhing, ihre Neigung zu gewinnen.

Von dem Augenblick an, da Madame de Sorbelle, als Witwe eines Greiſes, von dem glänzenden Blendwerk eines großen Vermögens und einer vornehmen Geburt umgeben, in der großen Welt erſchienen war, hatte ſie alle Blicke auf ſich gezogen. Ihre Schönheit erntete ihr Huldigungen von Allen Seiten ein, und ihr Streben allen zu gefallen, brachte diejenigen zur Verzweiflung, die ihr Herz zu gewinnen ge⸗ hofft hatten. Eugen hatte alle ſeine Neben⸗ buhler entfernt; das Gerücht ſprach ſchon von ihrer Heirath, als der Zufall ihn oft in die Nähe der Madame de Loſtanges führte. Ma⸗ riens Sanftmuth, ihre Beſcheidenheit beſiegten

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