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Die Wüste in Paris : Novelle / Nach d. Franz. d. Damen Marie d'Heures u. Renée Roger frei bearb. von L. Kruse
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„von mir getrennt ſind, dem Leben wiedergege⸗ „ben, hat mir ſogleich geſagt, daß Sie noch „frei ſind. Dieſe Gewißheit gibt mir Muth „zu dem Verſuch, mich dem Abgrund zu entreißen, „in den die gänzliche Verlaſſenheit von Ihnen „mich verſenkt.“

„Ich will nicht als Nebenbuhlerin von der „ſprechen, die mich Ihrer Liebe beraubt; Sie „verdient geliebt zu werden; allein iſt ſie auch „diejenige, die Sie glücklich machen kann? „Können Sie die traurige Verpflichtung, ihre „ſchönſten Tage in einer langweiligen Einför⸗ „migkeit hinzuziehen, Leben nennen? Wenn auch „Ihr Vermögen Sie unabhängig macht, ſo wird „doch gewiß ein edler Stolz, der Sie zu „dem glänzendſten Geſchick einladet, in Ihrer „Seele ſchlummern.“

„Madame de Loſtanges liebt Sie; ich „glaube es; allein wie viele andre Neigungen „würden ihr, ſelbſt ohne, Sie noch immer das „Leben theuer machen; und Sie allein erfül⸗ „len mein Herz. Galt es auch, Ihnen bis

Die Wuͤſte⸗ 5