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liebte ſie wie immer; gllein er empfand, ohne ſich es ſelbſt geſtehen zu wollen, das Bedürfniß eines belebteren Daſeyns. Selbſt Mariens lie⸗ benswürdiger Charakter trug dazu bei, ihm die Einförmigkeit ſeines Lebens weniger erträglich zu machen. Ein wenig Gefallſucht, einige kleine Launen hätten doch Abwechſelung hervorgebracht,
und Saint⸗Albe würde nicht das anziehende Schmachten der Madame de Lehon bemerkt
haben.
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Amelie, die in dem Gotte der Ehe nur im⸗
mer den Gott der Liebe erblicken wollte, hielt
ſich für unglücklich, ſobald ihr Gatte ſeinem alten Geſchmack für die Poeſie nachhing. Sie wähnte, daß Herr de Lehon ſie nicht mehr rei⸗ zend fand, weil er ſich minder ſuperlativer Aus⸗ drücke bediente, ſie glaubte ſich weniger geliebt,
weil er ſich nicht mehr ausſchließlich mit ihr
beſchäftigte. Ueble Laune hatte die übertriebe— nen Schmeichelworte abgelöſt. Die junge, gern gefallende Amelie dachte nicht daran, daß ſie die Ruhe ihres ganzen Lebens auf das Spiel


