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Sieben Jahre. Ein Beitrag zu der geheimen Hofgeschichte eines nordischen Reiches. Aus der Mappe eines verstorbenen Diplomatikers. Th 3
Entstehung
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um den Gegenſtand ſeiner heiligſten Empfindun⸗ gen. Die Schrift meldet freilich nichts davon, wie er ſich mit dem Ebenbilde der Welt, ſeiner Lea vertrug, aber wir wiſſen doch, daß, nachdem die Zeit in heiliger Treue verfloſſen war, er ſich ſeine Rahel gewann, das reine Himmelsbild, das ſeine Seele mit keuſcher Sehnſucht erſtrebte; denn keine irdiſche Leidenſchaft hält ſolche Dienſtzeit aus.“ 4

Eingedenk Guſtav's früher ausgeſprochener, zufaͤlliger Worte, die einen ſo tiefen Eindruck in ihrer Bruſt nachgelaſſen, ſchlug Hedwiga be⸗ troffen die Augen nieder, waͤhrend der Oheim ſich lächelnd gegen Axel wandte:

„Und dämmert Dir nicht jetzt, lieber Neffe! die Bedeutung meines Traumes auf? Ach!“ fuhr er mit ſanft vor ſich hinſtarrendem lächeln⸗ dem Blicke und gefalteten Häͤnden fort:„s galt ja meiner lieben, guten, edeln, jetzt ſeligen Mutter, die ſchon hier im Leben unter langen ſchmerzlichen Entbehrungen und bittern Kran⸗ kungen ſich Jahr fuͤr Jahr von jeder Anhaͤng⸗ lichkeit an die Erde allmaͤhlig losriß.— Das Leben war die Heide, die ſie umgab, und die