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Sieben Jahre. Ein Beitrag zu der geheimen Hofgeschichte eines nordischen Reiches. Aus der Mappe eines verstorbenen Diplomatikers. Th 3
Entstehung
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ſung bedauerte, daß ſie wenigſtens auf kurze Zeit der Sitte zuwiderhandeln müſſe, weil ein Brief, den ſie ſo kurz vor dim Beſuche ihrer Verwandten echalten, daß ſie ihrem Gemahl ihn noch nicht habe mittheilen können, ſie bewöge, in ſofern er es geſtattete, ohne Aufſchub nach Wörkna zu eilen, weil ihre Jante dort, von einer plötzlichen Krankheit befallen, ihrer Sorgfalt beduͤrfe.

Dieſe Erklaͤrung brachte eine ſonderbare Wir⸗ kung hervor. Guſtav ſah ſie erſtaunt und fra⸗ gend, der General hoͤchſt erbittert an. Niemand verſtand ſie in dieſem Augenblicke, am allerwenig⸗ ſten Ulla. Dieſe hatte ihren Sieg, gllein noch nicht ihren Verluſt gefühlt. Sie glaubte ſchon Hedwiga durch einen triumphirenden raͤchenden Blick demuͤthigen zu können, und ſie, anſtatt von Eiferſucht ſchan durchglühet zu ſeyn, anſtatt, wie ſie in ihrer Stelle gethan haben wuͤrde, ſich dem Gemahle feſt anzuſchließen, und die Neben⸗ buhlerin durch tauſend Künſte zu entfernen zu ſuchen, zieht ſich unbofangen, arglos, dumm, möchte ſie faſt ſagen, aus einer albernen Anhäng⸗ lichkeit, die ihr kuhles Herz und unempſindliches Gemüth mehr an entfernte Vetwandte gls an den