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Sieben Jahre. Ein Beitrag zu der geheimen Hofgeschichte eines nordischen Reiches. Aus der Mappe eines verstorbenen Diplomatikers. Th 3
Entstehung
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niſſen, daß der Genuß ſolcher Dinge, die wir im Ueberfluſſe beſitzen, und weran wir faſt gar nicht denken, uns auf ein Mal nothwendig und unerſetz⸗ lich wird, wenn wir dieſelben entbehren muͤſſen. Doch war dieſe plötzliche Gewalt des erſten An⸗ blicks von beiden Seiten ſo ſchnell, ſo vorüͤberge⸗ hend, von den Seelenkräften beider Weſen ſo au⸗ genblicklich verhehlt, daß ſie von den Gegenwärti⸗ gen nur Hedwiga auffiel. Ihre Begrüßung wurde, ſobald ſie nur Athem geſchopft hatten, ſo zierlich, ſo conventionell, ſo verbindlich, wie es die Sitte und die Bildung Beider eben erforderten. Die unterredung nahm ſogleich eint ſo leichte allge⸗ meine Wendung, daß Beide die völlige Herrſchafe ihrer Seele bald wieder geltend machen konnten.

Nur Hedwiga ſchien einen Augenblick ver⸗ ſtimmt. Sie konnte den durchdringenden Blick nur mit Muͤhe von Guſtav abwenden; zum Glück gab ihr die unermuͤdlich geſprächige Tante Zeit ſich zu faſſen, ja ſogar Gelegenheit, inen gfuß⸗ ten Entſchluß raſch auszuführen. 6 65

Nicht die Erfahrung, denn die beſaß giuntgn keiniswegebaber eine tiefe, durch Selbſtdenken und Entſagung entwickelte Empſindung ſagte ihr,