wie die Phantaſie ſchmeichelt, kann nur die Aus⸗ ſchweifungen derſelben durch die traurige Wahr⸗ heit des gewöhnlichen Lebens zernichten. Der verſchönernde Pinſel eines— Wn ſoll mich nicht täuſchen.“
Er warf ſich, erzurnt uͤber ſich ſelbſt, das Bett, und ſchlief, die Gedanken an ſeine Frau feſt⸗ haltend, ein. Vergebens!— Als der helle freundliche Tag ihn aus ſeinem tiefen Schlummer erweckte, vermochte die Wirklichkeit zu der er erwachte, den verführeriſchen Traum der Nacht, in dem das Zauberbild lüftig und lebendig ihn umſchwebt hitgens ſeiner Seele nicht zu verdrängen.
Ruhig und ſanft wie 1 gtehe war das 5 Hedwiga's. e 12
Sie warf ihren Sue zind duf den vorher⸗ gehenden Tag, und in dem ruhigen ſtolzen Stlbſt⸗ gefühle ihres Herzens, ließ ſie ihn hoffend von der Vergangenheit wieder abgleiten, um ihn auf den dämmernden Morgen der Zukunft zu richten, worin Sehnſucht und Phantaſie einen zwar be⸗ ſcheidenen, aber doch von ſchmeichelnden Wuͤn⸗ ſchen gebildeten Bäu auffuͤhrten. 3 Sie ahnete
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