4—
—
Finnweib dumpf;z ſey ohne Furcht, ſie ſollen dennoch nicht unſer Meiſter werden. Vier Tro⸗ pfen von dem Getränke brauche ich nur auf die Erde, unter der das Getödtete vermodert, zu träufelnz beruͤhren die gährenden Kräfte das Fleiſch, zieht es das drohende Gift in ſich herunter⸗ Ich weiß Rath für Alles, wenn ich nur nicht betrogen werde; oder, ſollte vielleicht die Wunde des Frem⸗ den noch bluten?“
„Sey unbekuͤmmert, Mutter!“ rief Arwed muthiger, und froh, daß er wenigſtens einen Verdacht widerlegen konnte, mußte er auch um auf's Neue Zutrauen zu gewinnen, ſeine kleine verbor⸗ gene Beute preisgeben.„Deine Kräuter haben ſchon längſt allen Schmerz in ſich geſogen, und die Binde, die Du mir mitgegeben, die Schramme geheilt; ich habe jene ſchlau mit dem Tuche ver⸗ wechſelt, das er ſo eben ſelbſt darum binden wollte.“
Mit dieſen Worten zog er das ßalbzerriſſene Tuch hervor, und reichte es der Mutter ſeufzend hin.
In der That war es auch, als braͤchte der
Anblick des Tuches alle ihre Bedenklichkeiten zum
Schweigen.„Ein herrliches Zeugniß!“ rief ſie


