— 242—
Die Reiſe ging ſchnell und glücklich von Statten, und ganz unvermuthet traten alle die
Geliebten vor die erſtaunten Blicke des neuen
Gutsherrn, oder wenn man lieber will— des reichen, ſchweizeriſchen Bauers. Aber ſeine Au⸗ gen vermißten ſogleich den heißeſt erſehnten Ge⸗ genſtand von alle den Theuern, die ihn umring⸗ ten.— Da wurde ihm ſogleich— denn das
hatten die Maͤnner fuͤr das Rathſamſte gehalten — der herbe, aber nothwendige Trank gereicht.— Mit einem tiefen, doch maͤnnlichen Schmerze, der
eine wohlthuende Wirkung auf den jungen Neffen
nicht verfehlte, berichtete ihm der Vater ſelbſt den
Tod ſeiner Tochter.— In dieſem Augenblicke, ſo viele, viele Meilen von dem Grabgewölbe zu Woͤrkna entfernt, erklang zum erſten Mal jener Klageton, doch ſchaͤrfer und durchdringer wie jetzt, in ihrer Naͤhe.— Alle ſahen ſich betroffen an,
denn jeder von ihnen, Axel ausgenommen, er⸗
kannte denſelben Schmerzenslaut, den Ulla da⸗ mals ausgeſtoßen, als ſie ihr verbranntes Antlitz im Spiegel erblickte. Der alte Graf faltete, ſo wie er jedesmal gethan, wenn er dieſen Ton ge⸗
hört, geruͤhrt, faſt wie getröſtet die Hände.„Sie


