„Dreierlei kann die Mutter brauen: Liebes⸗ getränke, Haßgetränke, und Getränke zur Aef⸗ fung; aber die Mutter iſt keine böſe Frau, ſie will mit dem Haſſe nichts zu thun haben, und nie hat weder ihr Arm, noch der meine einen ſchwarzen Kater geſchlachtet; aber oft necken uns
die Leute, und dann ſtellen wir Neckerei gegen
Neckerei. Elſtern und Fuͤchſe haben oft ihr Blut laſſen müſſen; auch habe ich wohl früher ein weißes Thierchen getoͤdtet, doch iſt kein treueres Blut, als dies ſeyn mag, mir je über die Finger gefloſſen.“
„So darf's auch nicht vergoſſen werden,“
entgegnete Guſtav heftig,„das treue Blut iſt
mir immer werth, doch nur wenn es in dem Herzen ſchlägt. Binde das Thier los, ich kaufe Dir es ab.“
„Ich darf nicht, Herr! die Mutter darf auch
nicht wiſſen, daß ich Dir Kenntniſſe verrathen,
die ſie nicht ein Mal bei mir ſucht. Ich denke aber, daß Du zu unſern Vertrauten gehoreſt, und auch ein Mann biſt, der zu ſchweigen weiß.“
„Das werde ich! die Hexe ſoll weder mich noch den Hund mehr ſehen— ich ziehe ſogleich
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