154
ſprechen, daß auch ſie nicht erfahren ſollte, wer er ſey.— Ach! ſie durfte es ja auch noch nicht ahnen!. Indeſſen verhehlte ich meinem Freunde keine einzige Wahrheit, die der Tante zum Ruhm gereichen konnte, und mit Freuden ward ich bald gewahr, daß er ſich von der Dame, deren Bekanntſchaft ich ihm zugeſagt hatte, einen guͤnſtigen Begriff machte. Auch nahm ſeine Achtung fuͤr mich, und ſeine Zu⸗ verſicht allmaͤhlig zu, als er bemerkte, wie beharrlich ich mich weigerte, ſeine Neugierde
zu befriedigen, obgleich es auf der andern
Seite ihn hoͤchlich wunderte, daß ich das Zu⸗
trauen der Unbekannten ſo ſchnell gewonnen
haͤtte.
Bei der Tante war ich gezwungen, einen langen Bericht zu erfinden, um es ihr begreif⸗ lich zu machen, daß man mich wirklich fuͤr ihren Abgeordneten halte; allein alles, was ich ihr von dem Freunde erzaͤhlte, war buch⸗ ſtaͤblich wahr, und bewegte ſie tief.—„Gott! wenn du mich deines Segens nicht unwuͤrdig
„


