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ich nun nicht umhin konnte, Grund weit hoͤher
zu ſchaͤtzen, und es mir nicht moͤglich geweſen waͤre, dieſem das zuzumuthen, wozu der junge
Schreiber ſich bequemen mußte, wollte ich
doch, daß er ſich unter mein Joch beugen
ſolle.“
„Nie konnte ich vergeſſen, daß er gewagt hatte, mir einen Vorwurf zu machen.— Lei⸗ der urtheilte ich damals anders, als es mir das Ungluͤck ſpaͤter gelehrt hat, und daſſelbe, was ich jetzt als tiefes Selbſtbewußtſeyn inne⸗ ren Werthes, als äͤchtes Gepraͤge wahrer Liebe anerkennen muß, hielt ich damals fuͤr Kaͤlte und Herrſchſucht, und ich— ich, die ich nur herrſchen wollte, ich beſchloß bei mir dieſe bei ihm zu bezwingen!“
„Verachten Sie mich nicht, lieber Couſn: ich dulde ja noch die Strafe!— Indeſſen einiges Unrecht thue ich mir wohl auch ſetbſt; denn es war vielleicht nur eine durch die ver— kehrteſte Erziehung ſo reitzbar gewordene Em⸗
pfindlichkeit des Gemuͤths, die mich verleitete, jede von der meinen verſchiedene Anſicht, als


