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Das geheimnisvolle Haus oder der Richterspruch der Welt / Lauritz Kruse
Entstehung
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204 ſelbſt alles Uebrige, ohne unſer Dazwiſchentreten, mit ihrer Wirthin abmachen.“

„So weit waren wir Beide einig, nur ein kleines Geheimniß, das ich— ich weiß ſelbſt nicht warum?— lange meinem Gatten

verſchwieg, quaͤlte mich, naͤmlich, die Leiden⸗ ſchaft, welche das arme Kind fuͤr den jungen Mann gefaßt hatte, der ſo uneigennuͤtzig und nur aus edlem Antrieb Antheil an ihrem Schickſal genommen hatte. Ach, ich ſah es wohl, es war weniger Tugend, als die Allmacht der Liebe, die ſie der Bahn der Verfuͤhrung entzog! Sollte ich ſelbſt den Talismann ab— legen, der ihre ſchoͤne Jugend, ihre Seele dem irdiſchen und ewigen Verderben maͤchtig ent— riß?— Eine plotzliche, zu fruͤhe Entdeckung konnte ihr ergriffenes Gemuͤth in die Verwor⸗ renheit zuruͤckwerfen. Ich beſchloß in dieſer Rolle fortzufahren, das einzige Mal, wo ich, meines Verſprechens eingedenk, ſie noch ſehen wollte. Ohne dies kleine Spiel, das mir ſogar Unterhaltung gewaͤhrte, hatte ich, durch die Vorſtellungen meines Gatten, und durch eigenes