190
—
ſchulbigen Vergnuͤgen des Tanzes hingaben;
Andere, etwas älter, oder vielmehr die ſchon laͤnger in der Welt gelebt hatten, und entwe⸗ der mit flacher Gleichguͤltigkeit die wirbelnden
Reihen anſahen, oder auch mit gierigem Blick einen Gegenſtand ihrer unſtaͤten Begierden in jenen ſuchten; und endlich alle dieſe aufge⸗ putzten Nymphen, die in jeder Bewegung Speculation ſan den Tag legten; dies alles beſchaͤftigte meine Phantaſie. Doch ward ich bald dieſer Augenluſt muͤde, die meinem Geiſte nur eine traurige Befriedigung verlieh, und nachdem wir den Saal drei bis vier Mal herumgegangen waren, verſicherte ich meinem Manne, daß meine Neugierde vollkommen ge⸗ ſtillt ſey; aber er, der immer ein Vergnuͤgen darin fand, meine kleinen Unbeſonnenheiten zu beſtrafen, erklaͤrte mir frei heraus, daß er nun erſt beginne, ſich angenehm zu unterhalten, und daß die Billigkeit es fordere, daß ich ihm
auch erlaube, ſeinen Scherz zu treiben, um
der Goͤttin ſeiner Lanne die Cour zu machen. Kurz, ich mußte aushalten; ja er dachte ſogar
*


