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Frage:„Wiſſen Sie nicht, Herr*Rath,
wo der Menſch ſich hinbegeben hat?“
„Vermuthlich nach dem Hauſe ſeiner El tern,“ erwiederte dieſer ſich blaͤhend,„in ſo⸗ fern die redlichen Leute ihn nach ſolchem Be⸗ tragen, das bald verlautbar werden wird, bei ſich aufnehmen wollen! darf ich aber fragen, warum!—“
„Weil,“ erklaͤrte Lothar, noch innerlich kochend, ſehr kurz,—„weil ich lange einen braven Burſchen geſucht habe, und ihn ſogleich in Dienſt nehmen will.—“
Ein verlegenes Schweigen foigte dieſer Antwort, und die allgemeine Verſtimmung waͤhrend der Mahlzeit war nur zu ſichtbar; es ſchien, daß jeder Tiſchgenoſſe ſich in dem Herrn Vetter oder Oheim— denn Verwandte waren ſie zuletzt alle— beleidigt fuͤhlten, und kaum war die Tafel gehoben, ſie ſich alle ſchen von Lothar zuruͤckzogen.
Er ſchien es mit einem ſtolzen Laͤcheln zu
bemerken, der jedoch mehr Unmuth und Aer⸗ ger⸗ als innere Zufriedenheit mit ſich ſelbſt,
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