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Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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geſpaßt. Du Muthwillige!. Die Mutter ſo zu erſchrecken!. Du biſt nicht verliebt? nicht wahr, Du biſts nicht?....

Aber wie iſt denn das ich weiß wahrlich nicht 4

Du weißt nicht.... die Spitzbübin, ganz wie der Vater der liebte es auch, mich zu erſchrecken..

Olga ſtand verwirrt da.. Sie konnte nicht be⸗ greifen, was die Mutter ſo Schlimmes in ihrer Liebe finde Zum erſten Male hatte ſie der Dämon des Mißtrauens erfaßt.... Und wem mißtrauete ſie? der Mutter! Und wer ſollte hier nicht mißtrauiſch ſein? Olga war ein ſo gutes, ſo gehorſames Kind!.. Was war zu thun, wenn ſie an ihre Liebe mehr als an ihre Mutter glaubte!

Mutter und Tochter verſtanden einander nicht. An ihrem Bande riß der feſteſte Knoten, der die Frauen vereint; unbedingte Offenherzigkeit. Oiga mußte jeman⸗ den ſuchen, dem ſie ihre Gefühle, ihre Liebe anvertrauen konnte, ſonſt hätte dieſe Liebe ihre Seele überfüllt, ihr Herz zuſammengeklemmt.

Nun, laß' das Kopfhängen, meine Theuere, Du haſt geſcherzt, das iſt alles! Auch ich bin ja nur zum Scherze böſe geworden. Denken wir lieber an Deine Toilette für den heutigen Abend. Die Umanskis ſind reich und vornehm! Du mußt geputzt ſein wie es ſich gebührt: ich mag nicht, daß man mit den Fingern auf Dich zeige. Im Ernſte, welches Kleid willſt Du an⸗ ziehen?

Beim Gedanken an den Abend, der ihr ſo viel An⸗ genehmes verſprach, erwachte Olga.

Was für ein Kleid, Mamma? Wahrlich, ich weiß es nicht; wie glauben Sie 2

Ich denke das von Neſſeltuch mit Roſablümchen.

Das ich an Ihrem Namenstage trug: Naſar Na⸗ ſarowitſch hat es mit Dinte beſpritzt.