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Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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Branntwein und ein Glas hervor und ſtellte beide auf den Tiſch.

Auch das iſt eine Gabe guter Menſchen.

Auf ewige Ruhe oder auf die Geſundheit zu trinken?

Auf ewige Ruhe, antworteteSeine Gnaden, ſich auf die Bank ſetzend und die Andern einladend, ſeinem Beiſpiele zu folgen; dieſe nahmen etwas Anſtand und

ließen ſich endlich nieder.

Auf dieſem dunkeln Grunde, zwiſchen Geſichtern, die dem Kolorite des ganzen Gemäldes vollkommen entſpra⸗ chen, hob ſich die Geſtalt des neuen Ankömmlings in ſei⸗ ner ſchmutzigen Kleidung beſonders hervor. Das Geſicht gutmüthig, ſanft, freundlich, umſchattet von hellblonden Locken, die jetzt in Unordnung auf ſchmachtende blaue Augen fielen, aber früher dem Kamme unterthänig waren und noch nach franzöſiſcher Pommade rochen; die Stimme zart und einſchmeichelnd; die Hand, welche den Brannt⸗ wein einſchenkte, ſo klein und weiß, daß man ſie für eine Frauenhand nehmen konnte, wenn ſie aus einem Atlas⸗ ärmel und nicht aus einem groben Bedientenrocke zum Vorſcheine gekommen wäre. Dieſe äſthetiſchen, zarten Formen ſtachen noch mehr in die Augen in der Nähe der⸗ jenigen Perſon, neben welcherSeine Gnaden Platz ge⸗ nommen. Denken Sie ſich einen Mann von fünf Fuß Höhe mit dem Kopf eines Stieres, grade auf den Schul⸗ tern liegend, als hätte die Natur vergeſſen, ſie durch den Hals zu trennen, mit dem Geſichte einer Bulldogge, mit langen, krummen Armen, als ſeien ſie zufällig an den Rumpf gehängt, grade wie bei einem Affen, endlich der Rumpf ſelbſt von dem Durchmeſſer eines Unthiers mit Füßen, die krummen Parallellinien glichen, denken Sie ſich eine ſolche Geſtalt, und Sie haben einen unge⸗ fähren Begriff von dem, den alle am Tiſche Sitzenden den Häuptling nannten, ſeines ungeheuren Kopfes we⸗ gen oder wegen der Uebermacht, die er auf die Andern