Erſtes Kapitel.
Der Tumpenſammler.
Der Himmel war umwölkt. Die Nacht hüllte die herrliche Stadt des Nordens immer dichter und dichter in ihren dunkeln Mantel, gleichſam um das Kind der Moräſte vor einer Erkältung zu ſchützen. Und die war wirklich zu befürchten. Ein ſtürmiſcher Meerwind jagte links und rechts ergiebige Regenſtröme. Der Mond war nicht zu ſehen, kein Sternchen am Himmel, auf den Straßen keine Seele. Zur ſpäten Nachtzeit iſt's in Peters⸗ burg außer in einigen ſtark beſuchten Straßen überall leer und öde, um ſo mehr bei einem ſolchen Unwetter. Wer verläßt da gerne ſein ſchützendes Obdach, und wäre es auch noch ſo unwohnlich?„ Nur der wagt ſich hin⸗ aus, den nur der Platzregen reinwäſcht, Wind und Wetter trocknet, und dem ein Loch an einem Zaune oder Brücken⸗ pfeiler Schutz und Ruhe bietet. Der Art Leute ſind Ihnen gewiß unbekannt, wollen ſie auch vielleicht gar nicht kennen
lernen. Schadel Auch dieſe Leute haben ihren Werth;
freilich find ihre guten Eigenſchaften ganz eigner Art und können ſich durchaus nicht mit den Ihrigen vergleichen: jedenfalls Lohnt's der Mühe, auf ſie einen geneigten Gön⸗ nerblick zu werfen. Doch wer verläßt in einer ſolchen Stunde auch das ungaſtlichſte Obdach? Wenn Sie in⸗


