thigen Firmin hatte ſie einen ungewoͤhnlichen Ernſt angemerkt. Dies, aber vor allem die immer truͤberen, faſt thranenvollen Blicke, die, wenn die ihrigen ihnen fragend begegne⸗ ten, Jean niederſchlug, ſeine ſonderbare Un⸗ ruhe, hatte eine aͤhnliche in ihrem Innern um ſo mehr erregt, als dieſes auch von einem kleinen Geheimniß beunruhigt war. Ihre junge Phantaſſe hatte ſchon weit fruͤher mit maͤdchenhafter Unbefangenheit hin und wieder in der Stille Bemerkungen gemacht. Jean war der einzige Blondkopf von allen Geſchwi⸗ ſtern, und den Uebrigen gar nicht aͤhnlich. Dieſe Unaͤhnlichkeit wurde ihr täglich auffal⸗ lender; ein leiſer Zweifel bewegte ſich in ih⸗ rem Herzen, ob nicht er das n umge⸗ tauſchte Kind ſey.
Mag es auch ſeyn 4 meinte ſie, ver ſoll doch nie eine Schweſter in mir vermiſſen. Wie auch der dumme Gedanke mir gekom⸗ men iſt? um ſo mehr muß ich mich durch verdoppelte Sorgfalt bemuͤhen, daß er dieſen


