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Donna Concha : Novelle. Die Freundinnen : zwei Erzählungen / Laurids Kruse
Entstehung
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geſtern, hatte ihm die Kraͤfte wieder geraubt. Der Herzog Gonzaga erhielt den Befehl, von mehreren Hoſleuten begleitet, dem Prinzen entgegen zu eilen, ihn in das fuͤr ihn berei⸗ tete Hoͤtel, und darauf, wenn er es wuͤnſch⸗ te, zum Koͤnig zu fuͤhren. Er reiſte ſogleich ab. Nicht viel ſpaͤter ſchickte die Prinzeſſin nach der Herzogin. Sie bedurfte mehr als je die beſchwichtigende, wuͤrdevolle Gegenwart, den ſanften Ton der Freundin. Dennoch wurden ſie alle Angenblicke unterbrochen. Wie ſchoͤn, aber zugleich wie bedauernswerth er⸗ ſchien Rende, wenn ſie mit kummervollem Herzen Gleichmuth heucheln mußte, und mit Thraͤnen in den Augen, die ſie unter Laͤcheln zu verbergen ſuchte, an Berathſchlagungen uͤber Feierlichkeiten und Vorkehrungen, in welchen ſie mit der freudeloſen Bruſt die Hauptrolle ſpielen ſollte, Antheil nahm.

Aber dem verborgenen Gram zum Trotz machte doch die Reugierde ihre Rechte gel⸗ tend. Zwar erblaßte ſie, als am dunkeln