Scheines unterworfen iſt, und mit dem be⸗ fremdenden Gefuͤhle, daß ſie dem Gatten Recht zu Mißtrauen gegeben, und mit drin⸗ gender Sehnſucht, Alles, was ihre Bruſt be⸗ laſtete, an der ſeinigen auszuweinen, harrte ſie in ſonderbarer Unruhe, die mit jeder Viertelſtunde zu immer groͤßerer Angſt ſtieg, ſeiner Ruͤcktkehr. Er erſchien aber nicht. Kaum hatten die Begleiter des Koͤnigs und er ſelbſt die Prinzeſſin neben der noch ruhenden aber wachen Herzogin, ein wenig beſtuͤrzt freilich, welches doch die Ueberra⸗ ſchung bewirkt haben mochte, angetroffen, ihr den Gluͤckwunſch uͤberbracht, und ſich wieder zuruͤckgezogen, als die Gemuͤther, jedes auf ſeine eigenthuͤmliche Weiſe, in thaͤtige Bewe⸗ gung geriethen. Waͤhrend die Anderen mit ei⸗ ner etwas verbeſſerten Darſtellung jenes Ereig⸗ niſſes vollauf zu thun hatten, eilte der Italie⸗ ner bei den uͤbrigen Verwandten und Freunden Gonzaga's herum, die auch Alle augenblick⸗ lich Feuer ſingen; ſie beſchloſſen, Alle wie
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Donna Concha : Novelle. Die Freundinnen : zwei Erzählungen / Laurids Kruse
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