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Im Labyrinth der Seele : zwei Novellen / von Adolf Palm
Entstehung
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ihre Tage in Ruhe und Zufriedenheit beſchließen. Ach, die Arme wurde dem Schmerz enthoben, alle die ſchö⸗ nen Hoffnungen ihres Sohnes fehlſchlagen, alle ſeine Pläne in Trümmer gehen zu ſehen! Der Tod ſprach ſie los von der bangen Sorge um mich. Ich ſtand nun ganz allein, der letzte Anker meines Lebens war gebrochen. Mein kleines Reiſegeld war aufgezehrt, meine Empfehlungsbriefe abgegeben hin und wieder hatte man mich mit gutem Rathe, überall aber mit kaltem Herzen abgefertigt. Ich verzweifelte an der Welt, an mir ſelbſt. In einer chemiſchen Fabrik ver⸗ richtete ich Handlangerdienſte und verkaufte für wenige Cents den ſchönen ſonnigen Tag, der auf die Gewölbe herableuchtete, deren giftigen Dunſt ich einathmete. Aber eines Tages begoß ich mir den Arm mit einer ätzenden Säure, die mir Haut und Fleiſch zerfraß und mir wüthende Schmerzen verurſachte. Ich lag vier Wochen im Hoſpital, Niemand kümmerte ſich während meines Krankſeins um mich.

Ich verſuchte ſodann mein Glück als Packträger bei der Eiſenbahn. Ein anderer Deutſcher, älter als ich, von der Noth zum nämlichen Erwerbe getrieben, geſellte ſich zu mir. Die ſcheinbare Aehnlichkeit unſerer Schickſale, unſer gemeinſames Beſtreben, aus unſerer drückenden Lage hinauszukommen, befeſtigte unſere Be⸗

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